Pressespiegel: Idee für Wohnpark entwickelt

2015_3_13_8_48_51_192127_635[1]

Neue Westfälische

09.9.2015

Idee für Wohnpark entwickelt

BÜRGERMEISTERWAHL: Uwe Wortmann stellt neues Konzept vor

Stemwede (nw/-sl-). Uwe Wortmann ist gemeinsamer Bürgermeister-Kandidat von SPD und Grünen. Er setzt auf Gemeindeentwicklung durch Bürgerbeteiligung und nahm jetzt zu Ergebnissen zum Projekt „Wohnen im Alter“ Stellung. Konkreter werden nun die Pläne für neue Wohnformen. Auf Initiative von Uwe Wortmann wurden alle Stemweder Unternehmen aus dem Pflegebereich sowie Betroffene und sozial engagierte Bürger eingeladen. Die Fragestellung war, wie ältere und/oder pflegebedürftige Menschen würdevoll und mit Respekt leben und bei Bedarf gepflegt werden können ohne aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen zu werden, teilte er mit. Nach Analyse der bestehenden Pflegekonzepte und Berücksichtigung der Interessen der Betroffenen durch Befragung wurde nach Angaben Wortmanns ein neues Konzept in Stemwede entwickelt. Innerhalb der bestehenden sozialen Infrastruktur der älteren Einwohner werde ein Wohnpark entstehen, „der mit sich modular veränderbaren Häusern besiedelt ist“. Diese Häuser stünden in einer Parkanlage verteilt und seien innerhalb von etwa zehn Minuten durch einen im Park ansässigen Pflegedienst zu erreichen, so Wortmann. Es gebe ein Notfallsystem, mit dem ein Alarm ausgelöst werden könne – egal wo sich der Patient im Wohnpark befinde. Das Konzept richtet sich laut Wortmann ausdrücklich auch an noch rüstige ältere Mitmenschen, die in einer Interessensgemeinschaft ein neues Zuhause finden, in dem sie würdevoll und möglichst lange eigenständig alt werden könnten. Bei Bedarf könnten jederzeit pflegerische oder haushaltsunterstützende Maßnahmen hinzugebucht werden. Auch stehe eine Beratung zu Leistungen der Pflegeversicherung zur Verfü- gung. Innerhalb des Parks stünden Gemeinschaftsräume zur Verfügung, in denen man sich treffen oder an Veranstaltungen teilnehmen könne. Das eigene Haus bleibe aber privater Rückzugsort. Die Besonderheit hierbei besteht nach Mitteilung Wortmanns darin, „dass sich das Zuhause an die Bedürfnisse seiner Bewohner anpasst, nicht aber der Bewohner dem Pflegekonzept folgen muss“. Das bedeute, dass sich der Wohnraum jederzeit erweitern oder verkleinern könne. Interessant seien auch die Herstellungskosten der Häuser. Diese beliefen sich auf ca. 1.000 Euro je Quadratmeter. Durch ebenerdige Bauweise sei der Wohnraum barrierefrei und könne behindertengerecht ausgestattet oder nachgerüstet werden. Durch ein Nahwärmesystem, basierend auf Erdwärme, würden die Nebenkosten erheblich reduziert und lägen weit unter den Nebenkosten eines Einfamilienhauses. Aktuell beschäftigen sich laut Wortmann bereits Architekten mit der technischen Umsetzung. Es sei geplant, ein Unternehmen in Stemwede zu gründen, welches sich mit der Herstellung dieser modularen Fertighauskomponenten befasse. Auch sei es möglich, die Wohnparks durch eine weitere in Stemwede zu gründende Gesellschaft zu betreiben. Die Nachfrage nach betreutem Wohnen ist nach Angaben des Kandidaten „aktuell doppelt so hoch wie die zur Verfügung stehenden Wohneinheiten“. Auch sei Stemwede die im Pflegebereich am stärksten wachsende Gemeinde in OWL. Diese Bauweise der Häuser eigneten sich aber auch für junge Familien, die jederzeit ein Kinderzimmer hinzunehmen könnten – oder bei Bedarf das Haus wieder verkleinern könnten. Die Hauskomponenten können laut Wortmann als „Gebrauchthaus“ an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Aus so einem Familienpark könne dann mit der Zeit ein Wohnpark für Ältere werden, ohne das seine Bewohner ihr Zuhause verlassen müssten. Für die weitere Umsetzung dieses Konzepts seien nun weitere Investoren gesucht. Durch engagierte und kreative Bürger sei ein innovatives Konzept entstanden, welches etwa fünf bis zehn Arbeitsplätze je Wohnpark und weitere Arbeitsplätze für die Herstellung der Häuser in Stemwede schaffe, zog Wortmann ein Fazit. Die bisherige Resonanz von interessierten Bewohnern als auch von anderen ländlichen Gemeinden sei positiv. Daher sei geplant, dieses Konzept als Franchisesystem mit Firmensitz in Stemwede umzusetzen, merkte Kandidat Uwe Wortmann an. Soziales Engagement, würdiges Leben im Alter und betriebswirtschaftliche Ausrichtung ließen sich kombinieren und die Umsetzung diene unmittelbar der Gemeindeentwicklung. Ein Nebeneffekt dieser Wohnparks sei, das eine Grundvoraussetzung für die Ansiedelung von Ärzten geschaffen werde. Weitere Infos erhalten Interessierte per E-Mail bei Uwe Wortmann. wortmann.u@t-online.de

Verwandte Artikel