Presse: Neue Westfälische

Neue Westfälische 24.3.15

„Bürger machen Programm“

SPD geht mit Uwe Wortmann in die Bürgermeisterwahl

 

Die Zeit des Wartens ist vorbei: Nachdem sich die Grünen bereits am 8. März auf Uwe Wortmann als Bürgermeisterkandidaten geeinigt hatten, zogen jetzt die Sozialdemokraten in ihrer Gemeindewahlkreiskonferenz in der Gaststätte Jobusch nach. Bereits nach einer guten halben Stunde war die offizielle Tagesordnung abgearbeitet. „So schnell haben wir eine solch wichtige Veranstaltung noch nie beenden können“, wunderte sich Gemeindeverbandsvorsitzender Paul Lahmann. „Das zeigt die Geschlossenheit, mit der wir hinter Uwe Wortmann stehen.“

Das wurde auch beim Wahlergebnis deutlich. Von 23 stimmberechtigten Teilnehmern wählten den 50-Jährigen 21 mit Ja, ein Delegierter enthielt sich und eine Stimme war ungültig.

Lahrmann erläuterte den Mitgliedern, dass sie bereits an sieben Samstagen Strategien und Ideen mit Wortmann entwickelt hätten und das Gemeindegebiet, dessen Struktur mit ihm erläutert hätten. „Das ist bisher hervorragend gelungen und wir sind weit gekommen“, freute sich der Sozialdemokrat. Man müsse nicht unbedingt ein Berufspolitiker oder Verwalter sein, um für ein solches Amt geeignet zu sein. Es ginge darum, mit dem Bürger gemeinsam nach Lösungen zu suchen und diese auch umzusetzen – gerade in einer so vielschichtig geprägten Großgemeinde wie Stemwede. Er dankte dem rot-grünen Wahlbündnis dafür, dass sie „schon bei der Beschreibung der Stellenausschreibung einmal einen anderen Weg beschritten haben als den sonst üblichen“. Als die Wahl auf ihn gefallen sei, so Wortmann, seien sehr schnell Gespräche mit dem gesamten Team anberaumt worden. Es habe Informationen über die Besonderheiten Stemwedes gegeben, ebenso wurde auf die Probleme hingewiesen. „Sogar Ansätze zur Problembewältigung haben wir entwickeln können, die wir auch anpacken wollen.“ Ihm sei die „unheimliche Eigeninitiative der hier in den Dörfern lebenden Menschen aufgefallen“. Gleichzeitig sei ihm deutlich geworden, dass es „kein einheitliches Bild von Stemwede gibt“. Deshalb müssten Visionen, Kernpunkte entwickelt und ein Entwicklungsfahrplan aufgestellt werden. Bereits den Wahlkampf will Wortmann dazu nutzen, das Ohr möglichst nahe an den Bürger zu bekommen, um dessen Sorgen und Nöte zu erfahren. „Meine Arbeit werde ich auf eine breite Bürgerbasis stellen, um schließlich ein Selbstverständnis für die gesamte Gemeinde aufzubauen.“ Er habe kein fertiges Parteiprogramm, sondern dieses solle sich entwickeln aufgrund der Wünsche und Hinweise aus der Bevölkerung. Ernst danach wolle er darauf reagieren und die Punkte abarbeiten. „Mir persönlich ist es dabei egal, in welcher Partei oder auch nicht die Menschen aktiv sind,“ sagt Uwe Wortmann abschließend.

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